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Die Rassekaninchenzucht ist ein geplanter und zielgerichteter Prozeß?

Um Rassekaninchenzucht zu betreiben ist es erforderlich einem Kaninchenzüchterverein beizutreten.

Nur dort können die Tiere erfasst und markiert (tätoviert) werden.

Durch die Tätovierung in den Ohren ist jedes Kaninchen registriert und weltweit einmalig, also 100% identifizierbar.

In das rechte Ohr wird die Nummer des Vereins eintätoviert, dem der Züchter bei dem das Kaninchen geboren wurde angehört. z.B. S 170 (S steht für Sachsen 170 für den Geringswalder Rassekaninchenzuchtverein und Umgebung e.V.)

In das linke Ohr werden 3 Zahlen tätoviert: 1. Zahl = Geburtsmonat des Tieres (Oktober - Dezember = 0), 2. Zahl = Geburtsjahr des Tieres (nur die letzte Ziffer), 3. Zahl = das wievielte Tier der jeweiligen Rasse und Farbe in diesem Zuchtjahr im Verein es ist.

z.B. 34125 bedeutet das Tier wurde im März 2014 als 125. Deutscher Riese der Farbe wildfarbig in diesem Verein geboren.

Zucht bedeutet das planmäßige Verpaaren von Tieren um selbst gesteckte Zuchtziele zu erreichen. Dabei orientiert sich der Züchter vor allem am Standard des ZDRK (Dachorganisation). Der Standard ist die Beschreibung der Erscheinungsform (Phänotyp) eines Kaninchens. Hier werden die wünschenswerten äußeren Merkmale des Tieres aufgelistet. Nach diesem Standard erfolgt dann die Bewertung der Kaninchen auf Ausstellungen. Das Ziel eines jeden Züchters ist es mit seinen gezüchteten Tieren an solchen Schauen teil zu nehmen und je nach Zielsetzung bei Kreis-, Landes-, Bundes-, Europa-, oder Clubschau gute Ergebnisse zu erzielen. Natürlich darf der Züchter die Verpaarungen nicht nur nach den äußerlichen Erscheinungsbildern seiner Tiere vornehmen sondern muss auch andere Merkmale wie Vitalität, Charaktereigenschaften, mütterliche Eigenschaften oder Futterverwertung mit beachten. Deshalb ist eine planmäßige Zucht eine sehr komplexe und langfristige Angelegenheit.

 

säugende Häsin in Wurfbox: